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BRANDURSACHEN

GEBÄUDEBRÄNDE – DIE HÄUFIGSTEN BRANDURSACHEN

Das Institut für Schadensverhütung und Schadensforschung der öffentlichen Versicherer (IFS) ermittelt jährlich über 1.000 Brandursachen. Laut der Statistik für das Jahr 2011 stellt elektrischer Strom die häufigste Brandursache dar (35 Prozent). Menschliches Fehlverhalten wie das sprichwörtliche „vergessene Bügeleisen“, sowie Überhitzung, beispielsweise von überlasteten Mehrfachsteckern, sind mit 17 bzw. 9 Prozent weitere häufige Brandursachen. Nicht zu vernachlässigen ist die Brandstiftung mit 8 Prozent.

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BRANDURSACHEN: ELEKTRISCHER STROM an erster Stelle

Statistisch gehören Fassadenbrände zu den äußerst seltenen Brandereignissen. Ihr Anteil an den Gesamtbrandereignissen ist deutlich kleiner als 1 Promille. Ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und dem Ausmaß von Fassadenbränden im Allgemeinen und der Ausführung als WDVS-Fassade auf Basis von EPS ist nicht belegbar.

Dem Bundesverband Technischer Brandschutz zufolge sind die wichtigsten Brandarten bzw. Brandorte von Entstehungsbränden:

• Sachgegenstände (44 Prozent)
• Arbeitsumfeld (22 Prozent)
• Außenbereich (18 Prozent)
• Gebäude (16 Prozent)

Voraussetzung für einen Brand ist das sogenannte Branddreieck: Zündquelle, Sauerstoff und brennbares Material – Auch WDVS-Materialien wie EPS (Expandiertem Polystyrol-Hartschaum), bekannt als Styropor, sind brennbar – wie viele andere Baustoffe. In Deutschland wird für Anwendungen im Bauwesen ausschließlich flammgeschütztes EPS eingesetzt. Styropor ist nach DIN 4102-1 als schwer entflammbar eingestuft. Das stellt sicher, dass der Baustoff auch bei Einwirkung einer größeren Zündquelle (z. B. brennender Papierkorb) nicht selbstständig weiterbrennt. Der Brand bleibt lokal begrenzt.

Bei Dämmstoffdicken oberhalb von 100 mm sind zum Erhalt der Schwerentflammbarkeit des Wärmedämm-Verbundsystems zusätzliche fachgerechte Brandschutzmaßnahmen – z.B. Brandriegel oder Sturzschutz – notwendig und vorgeschrieben.

WDVS: SICHER WIE ANDERE BAUSTOFFE AUCH
Auch wenn die Außenwand aus nichtbrennbarem Material wie Putz oder Ziegel besteht; eine stetige Brandweiterleitung von unten nach oben durch den Flammensprung von Fenster zu Fenster erfolgt trotzdem. Fassaden mit einer Bekleidung durch ein WDVS beschleunigen diesen Vorgang nicht.

So sieht das Deutsche Institut für Bautechnik nach eigenen Angaben keine Veranlassung, erteilte Zulassungen für WDV-Systeme zurückzuziehen.

Eine Vielzahl von Materialien mit der gleichen Baustoffklasse wie WDV-Systeme, kommt im Hausbau zum Einsatz – beispielsweise Mineral- und Glasfaserplatten, spezielle Holzplatten oder Eichen-Parkett. Anderes Holz und Holzwerkstoffe mit mehr als 2 mm Dicke gelten als normal entflammbare Stoffe. Holz unter 2 mm Dicke wird sogar als leicht entflammbarer Baustoff eingestuft.

Info: http://www.waerme-im-dialog.de/