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FÖRDERDSCHUNGEL FÜR ENERGIESPARER

ORIENTIERUNG IM FÖRDERDSCHUNGEL: ENERGIESANIERER

Es gibt viele Möglichkeiten der Förderung von energetischen Sanierungen. Doch jedes Gebäude hat seine eigenen Voraussetzungen und muss individuell betrachtet werden. Unabhängige und kompetente Energieberater helfen, die optimale Lösung zu finden. Die Regierung unterstützt private Bauherren mit Fördergeldern und Förderprogrammen. Eine von vielen Investoren erhoffte steuerliche Förderung scheiterte Anfang 2013 im Bundesrat. Nun bleibt es beim Dschungel an Fördermöglichkeiten und einer unübersichtlichen Gesamtlage. Daher wächst die Bedeutung von Energieberatern.

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AUSBLEIBENDE STEUERLICHE FÖRDERUNG 
Da Bund und Länder keine Einigung erzielten, blieb von der geplanten steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung nur ein „Gesetzes-Torso“ übrig. Statt der erhofften Steuererleichterung von 1,5 Milliarden Euro legt die Bundesregierung nun ein neues Programm für energetische Sanierungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 300 Millionen Euro jährlich auf.

DIVERSE FÖRDERINSTRUMENTE UND FÖRDERPROGRAMME
Für modernisierungswillige Immobilienbesitzer gibt es zahlreiche Förderprogramme von Bund, Ländern, Gemeinden und Energieversorgern. Diese reichen von zinsgünstigen Darlehen, Teilschuldenerlassen und Steuererleichterungen bis zu finanziellen Zuschüssen. Allein die KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren bieten etliche Anreize:

• zehnprozentiger Zuschuss bis maximal 5.000 Euro für eine durchschnittliche Investitionssumme von 10.000 bis 25.000 Euro in Einzelmaßnahmen wie Modernisierung der Heizungsanlage, Einbau neuer Fenstern und Türen oder auch Dämmung von Außenwänden oder Dach.

• Zuschuss von 25 Prozent bis maximal 18.750 Euro für eine Modernisierung zum Energieeffizienzhaus 55.

• Zuschuss von 20 Prozent bis maximal 15.000 Euro für den Energieeffizienzhaus-70-Standard.

• Bei der Kreditförderung wurden auch die Tilgungszuschüsse verbessert. Für das Energieeffizienzhaus 55 sind es nun 17,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 13.125 Euro, für das Energieeffizienzhaus 70 stieg der Wert auf 12,5 Prozent des Zusagebetrages, maximal 9.375 Euro.

• Ganz neu ist ein KfW-Programm für Heizungsanlagen: Ab 1. März 2013 wird die Umrüstung von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien mit zinsgünstigen Krediten von bis zu 50.000 Euro gefördert. Darunter fallen beispielsweise der Einbau von thermischen Solarkollektoren, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen.

Um die Übersicht zu behalten, können sich interessierte Bauherren Informationen aus verschiedenen Quellen einholen. Die Architektenkammern und Verbraucherzentralen bieten auf ihren Homepages die Adressen von Energieberatern an.

Zudem gibt es im Internet Informationsangebote, unter anderem auf folgenden Seiten:

• www.energie-fachberater.de
• www.klima-sucht-schutz.de
• www.kfw-foerderbank.de

SERIÖSE BERATUNG NUTZEN 
Bevor ein Bauherr sich Angebote bei Handwerkern einholt, sollte er die Hilfe eines Energieberaters in Anspruch nehmen. Die Bundesregierung fördert auch diese Vor-Ort-Beratung mit einem Zuschuss von 400 Euro bei Einfamilienhäusern und 500 Euro bei Wohngebäuden mit drei und mehr Wohneinheiten. Der Bauherr muss derzeit mit einem Preis zwischen 70 und 120 Euro pro Stunde rechnen.

Ziel sollte eine gesamtheitliche Betrachtung eines Gebäudes sein, denn erst diese kann realistische Zahlen zum Spareffekt einer Wärmedämmung liefern. Hat man sich für einen Berater entschieden, macht dieser eine Bestandsaufnahme, berechnet die Energiewerte und gibt erste Empfehlungen. Seinen ausführlichen Bericht reicht er beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein. Bei Zustimmung wird der Bericht dem Bauherrn übergeben und erläutert, denn am Ende muss die Sanierung für den Wohneigentümer zu bewältigen sein: finanziell und baulich.
Info: http://www.waerme-im-dialog.de/